Ressourcen schonen leicht gemacht.

Steigender Konsum und Bevölkerungswachstum im Zusammenspiel mit kurzlebigen und aufwendig verpackten Konsumgütern sorgen (insbesondere in Industrieländern) für eine immer größer werdende Abfallproduktion. Eine unglaubliche Menge von 4 Mio. Tonnen Müll jährlich fällt in OECD- Ländern bereits heute an und ist damit seit den 1980er Jahren um nahezu 80% gestiegen.

Die mit der globalen Wirtschaftleistung steigende Güterproduktion führt zu einem immer stärker ansteigenden Bedarf an Ressourcen sowie Schwierigkeiten bei dessen Entsorgung.

Umso wichtiger ist es deshalb auf die richtigen Umgang mit Müll zu achten, sei es um giftige Stoffe von der Natur fern zu halten, oder um hochwertige Ressourcen wiederverwerten zu können.

Gefährliche Stoffe abgeben.

Auch im Haushalt fallen eine Vielzahl von giftigen Problemstoffen, wie z.B. Lösungsmittel, an (eine ausführliche Liste gibt es hier).

Diese Stoffe können falsch entsorgt große Schäden in natürlichen Ökosystemen verursachen, bis in unser Trinkwasser vordringen oder Spuren in Lebensmitteln hinterlassen.

Wie alle Kommunen in Deutschland bietet auch Tübingen eine kostenfreie Entsorgung dieser Stoffe an: Sie müssen nur an einer der Problemstoffsammelstellen abgegeben werden.

Gleiches gilt für Elektroschrott, wie alte Computer, Kühlschränke oder Fernseher. Auch diese Geräte können gefährliche Materialien enthalten und sollten deshalb an den Problemstoffsammelstellen abgegeben werden.

Wertvolle Stoffe wiederverwerten.

Nicht jeder Müll ist wirklich Müll. Ein großer Teil der anfallenden Abfallstoffe kann wiederverwertet werden und ist manchmal sogar ziemlich wertvoll.
Am einfachsten funktioniert direktes Recycling: Fehldrucke können z.B. leicht als Schmierpapier verwendet werden, alte Brillen können bei fast allen Optikern abgegeben und dann u.a. in Afrika weiter genutzt werden. Genauso finden Anziehsachen oder Schuhe in einem Umsonstladen (z.B. LU15) schnell eine neue Nutzerin / einen neuen Nutzer.

Wertstoffe wie Glas, CDs oder Handys sollten an geeigneten Sammelstellen abgegeben werden, damit die sie wiederverwertet werden können und nicht erneut der Umwelt entnommen oder unter großem Energieaufwand hergestellt werden müssen. Wo Ihr das tun könnt erfahrt Ihr im Abfall- ABC.

Müll vermeiden.

Der beste Müll ist natürlich derjenige, der gar nicht erst entsteht.

Deshalb empfiehlt es sich beim Einkaufen darauf zu achten ressourcensparende Produkte zu kaufen: z.B. die Schokolade, die nur einmal und nicht 5 Mal verpackt ist.

Oder: Wenn Ihr zum Einkaufen einen Rucksack mitbringt helft Ihr eine der ca. 5,3 Mio. Plastiktüten zu reduzieren die jährlich in Geschäften ausgegeben werden – und leichter tragen lässt es sich auch noch.

Weiterführende Informationen:

Der Abfall Kreis Tübingen bietet sehr ausführliche Informationen zu allen Abfallfragen der Region: Hier könnt Ihr überprüfen, wie und wo bestimmte Stoffe entsorgt werden sollten, aber auch wie Ihr Spermüll anmelden könnt oder wann Papier in Eurem Stadtteil abgeholt wird.

Das Dezernat IV der Universität, die Abteilung für Arbeitssicherheit und Umweltschutz, ist für die Abfallentsorgung der Universität zuständig:

Auch hier können Wertstoffe, wie CDs und andere Datenträger abgegeben werden.