Die Macht der Verbraucher

Wir als KonsumentInnen haben die Wahl, für welche Produkte wir uns entscheiden. Jedes gekaufte Produkt ist ein Auftrag, das gleiche wieder herzustellen. Wenn wir also bewusst nachhaltig konsumieren, nutzen wir unsere Macht als VerbraucherInnen und bestimmen das Angebot nachhaltiger Produkte.

Was ist nachhaltiger Konsum?

Nachhaltiger Konsum bedeutet Produkte zu konsumieren, die ökologisch und sozial unbedenklich sind. Dabei gilt die Faustregel:

Kauf regional und saisonal!

Kauf bio!

Kauf fair!

Was eine umweltfreundliche Ernährung ist und wie man wirklich nachhaltig konsumiert erfahrt ihr hier.

Einkaufen in Tübingen

Bio-Einkaufsführer

Wo kann ich frisches ökologisches Gemüse kaufen? Woher weiss ich, wann für Quitten die Saison ist? Wo kann ich gemütliche einen fair gehandelten Kaffee schlürfen? Welche Bäckerei bietet Bio an und wo kann ich mich über Solarenergie informieren?

All diese Fragen werden im Bio-Einkaufsführer für Biowaren und nachhaltige Dienstleistungen des BUND-Neckaralb beantwortet. Hier erfahrt ihr welcher Läden, Firmen, Restaurants und Direktvermarkter "Bio" anbieten und wo ihr mehr Informationen bekommt. Von "A" wie Abo- und Lieferservice geht es über "S" wie Saisonkalender bis hin zu "W" wie Wein.

Gedruckt ist der Bio-Einkaufsführer auch im Umweltzentrum in Tübingen erhaltbar.

Gründe für Bio

Bioäpfel

Warum es überhaupt sinnvoll und empfehlenswert ist vielleicht etwas mehr auszugeben und "Bio" zu konsumieren erfahrt ihr in den 90 Argumenten für den Biolandbau von FIBL und in der Broschüre Besser leben - zu bio wechseln des BUND.

 

 

 

Was steckt hinter dem Begriff Bio?

Bio-Siegel

Die Begriffe „Bio“, „Öko“, „biologisch“, "ökologisch“, „aus kontrolliert bio-/ökologischem Anbau“ sind gesetzlich geschützte Begriffe. Das bedeutet, dass alle landwirtschaftlich erzeugten Produkte, die diesen Namen tragen, den Standards der EG-öko-Verordnung entsprechen müssen und das EU- Siegel tragen dürfen.

Die Verordnung regelt genau die Verwendung von Rohstoffen und die Art de Anbaus:

  • mindestens 95% der Zutaten müssen aus ökologischer Herkunft stammen
  • keine radioaktive Bestrahlung zur Konservierung
  • gentechnikfrei
  • keine synthetische Pflanzenschutzmittel, leicht löslichen mineralischen Düngern und Zusatz- und Hilfsstoffe, sowie Geschmacksverstärker, künstliche Aromen, Farbstoffe und Emulgatoren
  • abwechslungsreiche Fruchtfolgen, artgerechte Tierhaltung und ökologisch produziertes Futtermittel werden gefordert

Im Moment nutzen 3.220 Unternehmen das Siegel auf 53.584 Produkten. Geprüft wird durch regelmässige Kontrollen staatlich zugelassener Kontrollstellen.

Das staatliche Bio-Siegel ist die Mindestanforderung. Darüber hinaus gibt es noch einige private Labels, wie zB. Demeter, Naturland und Bioland. Deren Siegel basieren auf der EG-öko-Verordnung, haben aber noch strengere und erweiterte Anforderungen. Vorsicht ist geboten bei Wortkombinationen mit Bio und Formulierungen wie „aus kontrolliertem Anbau“. Genauso entsprechen Ökotest und Fair Trade nicht grundsätzlichen den Anforderungen der EG-öko-Verordnung.

Mitmachen

Das Umweltreferat setzt sich zusammen mit Greening the University und der Grünen Hochschulgruppe für ein nachhaltiges, biologisches Mensa-Essen an der Uni Tübingen ein. Hierfür suchen wir noch Unterstützung!

umwelt(at)asta.uni-tuebingen.de